
Hessengeld –
Förderung für die erste eigene Immobilie in Hessen
Der Kauf der eigenen vier Wände ist für viele Menschen eine der größten finanziellen Entscheidungen im Leben. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen zusätzliche Kaufnebenkosten an – insbesondere die Grunderwerbsteuer. Mit dem Hessengeld unterstützt das Land Hessen Käuferinnen und Käufer beim erstmaligen Erwerb einer selbstgenutzten Wohnimmobilie in Hessen.
Wer kann Hessengeld erhalten?
Grundsätzlich kommt die Förderung für Personen infrage, die erstmals eine Immobilie oder ein Baugrundstück erwerben, das erworbene Wohneigentum selbst nutzen und für den Erwerb Grunderwerbsteuer entrichten. Maßgeblich ist ein notarieller Kaufvertrag ab dem 1. März 2024.
Wichtig: Bereits vorhandenes Immobilieneigentum kann die Förderung ausschließen. Dies gilt grundsätzlich auch für Immobilienanteile, Ferienwohnungen, vermietete oder gewerblich genutzte Immobilien sowie Eigentum, das durch Erbschaft oder Schenkung erworben wurde. Auch zwischenzeitlich wieder veräußertes früheres Immobilieneigentum kann relevant sein.
Erwerben mehrere Personen gemeinsam eine Immobilie, müssen nicht zwingend alle Käufer die Voraussetzungen erfüllen. Förderfähig können diejenigen Erwerber sein, für die es sich tatsächlich um den erstmaligen Immobilienerwerb handelt.
Wie hoch ist das Hessengeld?
Die Förderung beträgt:
- 10.000 € je förderfähigem Käufer, maximal 20.000 € für zwei Käufer
- zusätzlich 5.000 € je Kind unter 18 Jahren, das die Voraussetzungen erfüllt und mit in die Immobilie einzieht
Die Förderung ist jedoch auf die Höhe der tatsächlich angefallenen und gezahlten Grunderwerbsteuer begrenzt.
Beispiel: Erwirbt ein förderfähiges Paar mit zwei minderjährigen Kindern eine selbstgenutzte Immobilie und beträgt die gezahlte Grunderwerbsteuer mindestens 30.000 €, kann das Hessengeld insgesamt 30.000 € betragen. Davon entfallen 20.000 € auf die beiden Käufer und zusätzlich jeweils 5.000 € auf die beiden Kinder.
Wie wird das Hessengeld ausgezahlt?
Das Hessengeld wird nicht als einmaliger Betrag ausgezahlt. Die bewilligte Förderung wird grundsätzlich in zehn gleichen jährlichen Raten ausgezahlt.
Voraussetzung für die Auszahlung ist unter anderem der Nachweis, dass die geförderte Immobilie tatsächlich selbst bezogen wurde. Hierfür ist eine entsprechende Meldebescheinigung vorzulegen. Für den Nachweis des Einzugs besteht grundsätzlich eine Frist von drei Jahren.
Wie kann das Hessengeld beantragt werden?
Der Antrag wird digital über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) gestellt. Für die Antragstellung werden unter anderem der notarielle Kaufvertrag und weitere Nachweise benötigt.
Ob die persönlichen Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sind, sollte vor der Antragstellung anhand der jeweils aktuellen Förderrichtlinien geprüft werden.
Weitere Informationen
Aktuelle Informationen, Voraussetzungen und Hinweise zur Antragstellung finden Sie auf der offiziellen Hessengeld-Seite des Landes Hessen:
Offizielle Informationen zum Hessengeld – Land Hessen
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Förderrichtlinien und Förderbedingungen des Landes Hessen.
